● Reenactment · Rhein-Neckar
Historisches Reenactment: Geschichte zum Anschauen
Historisches Reenactment heißt bei uns: Wir stellen Geschichte aus der Region szenisch nach – mit professionellen Schauspielern, Schülern und engagierten Bürgern.
Unser Ansatz
Fakten mit Gefühl
Unsere Reenactment-Filme verbinden historische Fakten mit emotionaler Erzählkraft. Szenische Rekonstruktionen, Briefe, Interviews mit Fachleuten und starke Bilder machen Geschichte nahbar.
Gedreht wird an Originalschauplätzen in Weinheim, Mannheim, Heidelberg und Umgebung. Unser aktuelles Projekt erzählt die Geschichte von Elisabeth Augusta, der Ehefrau von Kurfürst Karl Theodor.
Zum aktuellen Projekt Elisabeth AugustaReenactment-Doku · 2024
Heinrich von Kleist
Wie kam es zum Doppel-Suizid am Wannsee? In unserer Doku von 2024 erzählt Kleists Schwester Ulrike von seinem Leben und Denken.
Heinrich von Kleist (1777–1811) war ein bedeutender deutscher Dichter, Dramatiker und Erzähler der Romantik. Bekannt sind vor allem das Drama „Der zerbrochne Krug“ und die Novelle „Michael Kohlhaas“.
Kleists Texte zeichnen sich durch sprachliche Präzision, komplexe Charaktere und die Erforschung menschlicher Abgründe aus. Die Premiere der Dokumentation fand im Literaturhaus Heilbronn statt; dort läuft auch unser Begleitvideo zur Kleist-Ausstellung.
Zum Begleitvideo im Literaturhaus HeilbronnAus der Doku
- Trailer
- Briefe und Fragmente
- Dr. Knittel im Interview mit Susanne Beier
- Heinrich von Kleist & Henriette Vogel: Doppelselbstmord
- Heinrich von Kleist im ersten Koalitionskrieg
- Über das Marionettentheater
Reenactment · Weinheim
Jane Digby
Lady Jane Elizabeth Digby (geboren 1807 in England) lebte als Freiin Jane von Venningen in Weinheim – eine weltoffene Frau auf der Flucht vor der Justiz und vor sich selbst.
Jane war die Tochter eines Offiziers, der in der Schlacht von Trafalgar zu Ruhm und Ehre kam. Sie hatte zahlreiche Affären und war mehrfach verheiratet. Der einzige Mann, der sie nicht heiraten wollte, war ihre große Liebe: Fürst zu Schwarzenberg.
In München lernte sie Karl von Venningen kennen und heiratete ihn 1833 – gegen den erbitterten Willen ihrer Schwiegermutter. Durch das „Ulner Erbe“ gehörten ihm das Weinheimer Schloss und große Ländereien im Odenwald und in Hessen.
Jane war mit Königen befreundet, oft in Paris und London, interessierte sich für Kunst und sprach am Ende ihres Lebens neun Sprachen. Getrieben war sie von einer rastlosen Suche nach Glück – und von einem Geheimnis und einem tragischen Konflikt mit ihrer Schwiegermutter.
Hinter den Kulissen
- Jane Digby – Teaser
- SWR Landesschau – Kurzdoku über unser Projekt
- Schülerinnen bereiten im Geschichtsunterricht das Thema aufhier: Mode in der Biedermeierzeit
- Hannah Körner als Reitdouble für Jane Digby
- Eine Schülerin als Zofe bei den Dreharbeiten in Weinheim
- Mit dem historischen Tanzverein BensheimFoto: Otters
Kurzdoku · 20 Minuten
Ottheinrich – eine Dokumentation
Ein schwerkranker Prinz und eine heilkundige Frau, die der Hexerei beschuldigt wird: Die 20-minütige Kurzdoku erzählt von zwei Menschen, die gegensätzlich lebten und doch voneinander abhängig waren.
Inhalt des Films
Ottheinrich, ein schwerkranker Prinz, trifft auf Johanna Widmerin, eine heilkundige Frau, die wegen Hexerei denunziert und im „roten Turm“ eingesperrt wurde. Der Film erzählt vom verzweifelten Ringen um naturwissenschaftliche und medizinische Erkenntnis – in einer Zeit von Pest, kleiner Eiszeit und Hexenverfolgung.
Historischer Hintergrund
Prinz Ottheinrich kam 1547 von Neuburg an der Donau in die Region Heidelberg/Weinheim. Die Pest war ausgebrochen, und sein Onkel, Kurfürst Friedrich II., verteilte die Familie auf verschiedene Güter, um die Ansteckungsgefahr zu senken – einer der Gründe, warum Ottheinrich nach Weinheim kam.
Ottheinrich war eine schwierige Person. Geplagt von Krankheiten und ewigen Schulden, fühlte er sich den Wissenschaften und der spirituellen Neuausrichtung durch Luther verpflichtet. Er starb 1559 als Fürst in Heidelberg.
Das Volk spielten Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule unter der Leitung von Isabel Elgner. Die Szene mit der „Pestfamilie“ stellen Mitglieder der Baptistengemeinde Weinheim unter der Leitung von Heike Skuhr und Christian Frevel dar.
Mitwirkende
- Regie
- Uwe Bergmeier
- Regieassistenz
- Susanne Beier
- Moderation
- V. Schmidt-Bäumler
- Historische Beratung
- Dietmar Spicker
- Ottheinrich
- Heinz Wardenbach
- Widmerin
- Susanne Beier
- Zofe
- Heike Ernst
- Friedrich II.
- Matthias Langholz
- Alchemist
- Eric Sasse
- Wärter
- Thomas Schwenk
- Musik (Mittelalterband)
- Bagage Courage
- Musik (Hintergrund)
- Kevin Orbis
- Setmanagement
- Constance Wild
- Fotos
- Otters / Arnold
Fragen & Antworten
Fragen zum Reenactment
Wie unsere Reenactment-Filme entstehen – kurz beantwortet.
Was bedeutet Reenactment bei Lokale Helden Film?
Wir stellen historische Ereignisse szenisch nach – mit professionellen Schauspielern, Schülern und engagierten Bürgern – und verbinden die Szenen mit Interviews und dokumentarischen Teilen.
Welche Reenactment-Filme gibt es?
Bisher sind Filme über Heinrich von Kleist (2024), Jane Digby und Ottheinrich entstanden. Unser aktuelles Projekt erzählt von Elisabeth Augusta.
Wie lang ist der Film über Ottheinrich?
Die Kurzdoku über Ottheinrich und Johanna Widmerin dauert 20 Minuten.
Können Schulklassen bei einem Reenactment mitmachen?
Ja. Beim Ottheinrich-Film spielten Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule das Volk, beim Jane-Digby-Projekt bereiteten Schülerinnen das Thema im Geschichtsunterricht auf.